Neu vs. Alt

Bildbearbeitung mit Photoshop

Heute möchte ich euch zeigen wie sich meine Arbeitsweise zu damals geändert hat.

2017:

Als erstes habe ich das Bild in Camera Raw etwas angepasst. Dann habe ich die Dinge entfernt, die ich damals als störend empfand. Leider ging dabei auch etwas Struktur flöten. Damals hatte ich mir eine Aktion namens „abpudern“ erstellt, inspiriert von einem Photoshop Training von Laura Helena Photography. Das machte die Haut super weich 😲. Diesen Stil mag ich heute nicht mehr.

Ich habe die Haut weißer gemacht und auf einer 50%tigen grauen Ebene (D&B) mit dem Aufheller und Nachbelichter einige Stellen nachgemalt und beton. Dann hat des Bild noch etwas Kontrast mittels einer Gradationskurve bekommen.

Ich hatte früher auch immer ein Fabel für Schriften und Strukturen im Bild, also rauf damit 🤣. Nochmal ein wenig Dodge & Burn drauf, Helligkeit anpassen und ab zum Ölfilter.

Ich habe damals auch sehr viel mit dem „Ölfilter“ (wie auf dem folgenden Bild zu erkennen ist) in Photoshop gearbeitet. Ich weiß nicht warum ich ihn immer genommen habe, wahrscheinlich weil viele andere es auch gemacht haben 🤔. Man probiert sich halt aus. Und ich gehörte dazu.

Abschließend bekam das Bild noch eine Vignette durch eine Tonwertkorrektur. Fertig!

2021:

Das Bild bekam als erstes wieder eine kleine Schönheitsoperation. Dies mal habe ich mit einer Frequenztrennungsebene gearbeitet, um Fehler besser zu erkennen. Dann habe ich wieder mit einer Dodge & Burn Ebene gearbeitet. Danach wurden die Farben angepasst. Hier habe ich auf mehreren Ebenen und mit verschiedenen Einstellungen gearbeitet. Ich habe dann mit Hilfe von Kanälen gezielt die Lichter und Schatten angepasst. Den Untergrund/ Hintergrund habe ich mittels Gradationskurve und einer Farbfläche abgedunkelt.

Dann bekam das Bild durch eine Gradationskurve schon eine ersten Farblook. Den 2ten Farblook habe ich dem Bild dann im Camera Raw Filter gegeben. Hier habe ich einen dafür extra angefertigten Filter benutzt. Zum Schluss bekam das Bild noch eine Vignette. Diese erstelle ich mittlerweile über eine 50%tige Grauebene auch in Camera Raw. Logo drüber, FERTIG!!! 😊

Ich arbeite heute auch mehr mit Hilfsebenen, um zum Beispiel um Farben besser zu erkennen oder Flecken besser zu sehen. Für die Flecken nutze ich eine S/W Ebene mit Gradationskurven für die Lichter und Schatten. Um die Farbe zu bestimmen arbeite ich mit einer graue Farbflächen-Ebene. (Wie ich mit der grauen Farbebene arbeite könnt ihr in meinem Blogbeitrag: Farbe erkennen nachlesen.

Ich habe früher viel Zeit und Geld in Trainings und Videos von anderen Fotografen gesteckt. Meine Bilder sollten schließlich genauso gut aussehen, wie die von den Anderen. Hat mich das weiter gebracht? Auf jeden Fall! Und ich kann es auch nur jedem Anfänger empfehlen.

Doch irgendwann sollte man auch anfangen „sich selbst“ weiterzuentwickeln und auch mal selbst etwas auszuprobieren, sonst wird oder bleibt man irgendwann nur eine gute Copy von jemand anderen.

Kaufe ich heute auch noch Trainings und Kurse von anderen? Definitiv!
Meiner Meinung nach, kann nur der wachsen, der ständig lernt. Aber dieses mal schaue ich über den Tellerrand hinaus 😉.

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Model & Make up: @model_tini
Photo & Edit:  @danielaerbarth ⁣
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Farbe erkennen

In der letzten Zeit habe ich mich viel mit dem Thema Farbe | Farblook beschäftigt. Was mir hierbei wichtig war, die Farbe generell erst einmal zu erkennen und dann anzupassen. Oft sind Farben mit dem bloßen Auge gar nicht so zu erkennen. Man sieht das Bild und denkt, oh cool rote und grüne Farben, dass ist ja schon komplementär* (*2 im Farbkreis gegenüber liegende Farben). Bei näherem Betrachten, mit Hilfe einer grauen Luminanzebene in Photoshop (wie ich diese erstelle erfährst du am Ende des Beitrags), stellt man dann plötzlich fest, das ist ein bunter Farbgarten.

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Model : @asilchan_cosplay_and_modeling

Photo & Edit: @danielaerbarth

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graue Hilfsebene erstellen

Als erstes lege ich eine 50%tige graue Farbfläche an. Diese bekomme den Modus Luminanz. Um die Farben noch besser zu erkennen, füge ich noch eine Farbton/ Sättigungsebene mit 70% Sättigung hinzu.

Wenn ihr noch Fragen haben sollten, dann schreibt mir gerne. Ich freue mich immer von euch zu lesen.

Bildbearbeitung mit Photoshop

MEIN WORKFLOW:
Das Erste, was ich mache, wenn ich von einem Shooting nach hause komme, ist die entstandenen Bilder auf einer Festplatte zu sichern. Danach öffne ich die Bilder in Adobe Bridge, füge allen Bildern die Metadaten zu und fange an auszusortieren. Es bleibt nicht aus, das ein Bild auch mal unscharf ist oder das Model gerade die Augen halb zu oder zu hat. Diese Fotos lösche ich, denn niemand will von sich Bilder sehen, wo man „unvorteilhaft“ aussieht. Ich gehe die Aufnahmen dann noch einmal durch und setzte mir kleine Sternchen, für die Bilder, welche es definitiv in die Vorauswahl schaffen. Meisten vergebe ich auch noch hübsche Farben für meine absoluten Favoriten. In die Vorauswahl schaffen es meisten so 20- 40 Bilder. Manchmal werden es auch etwas mehr, je nach dem was es für ein Projekt ist und wieviele Bilder bei dem Shooting entstanden sind. Ihr könnt euch sicher Vorstellen, dass wenn man ein Shooting mit mehreren Outfits hat, auch eine dementsprechende höhere Ausbeute dabei ist. Bevor die Bilder zum Model gehen lege ich oft noch ein Preset in Camera Raw darüber (eine Sammlung von meinen Presets findet ihr in meinem Shop), damit sich das Model ungefähr vorstellen kann, wo die Reise hin geht. Im folgenden kurzen Video siehst du eine kleine Auswahl von einem Shooting.
_________________________⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣⁣ Model : @cherry.berlin Photo & Edit: @danielafischerart ⁣ _________________________
Bildbearbeitung
Wenn ich von meinen Modellen dann ihre Favoriten zurück bekomme, kann es auch schon an die Bearbeitung gehen. Als erstes ziehe ich mir die originale Datei in Photoshop. Oft wird das Bild erstmal auch erst einmal verflüssigt. Ich gebe dem Haar etwas mehr Volumen und verlängere oder bausche Kleider auf. Ich liebe Volumen, habe ich das schon erwähnt. Der nächste Schritt sind kleine und große Fehler zu beheben. Manchmal hat man einen Stresspickel, der der Meinung war, rechtzeitig zum Shooting an die Luft zu müssen. Oder man hat Flecken oder Falten auf der Kleidung etc… Aber keine Angst, das wird jetzt alles wieder ins rechte Licht gesetzt. Um die Fehler besser zu sehen, arbeite ich mit einer Frequenztrennung. Als Feinschliff kommt dann eine Doge & Burn Bearbeitung dazu. Hier arbeite ich entweder mit einer 50% Grau Ebene oder ich nutze für Feinheiten die Gradationskurven. Mit dem Dodge & Burn werden Wichtige Dinge, wie die Augen hervor gehoben und unwichtigere Dinge, die von dir ablenken abgemildert. Das können u.a. kleine Störer im Hintergrund sein oder Härchen. Je nach dem welches Bild ich bearbeite und welche Stimmung ich erzeugen möchte, passe ich auch schon mal die Farben an. Wie ich Farben erkenne, findet ihr in diesem Beitrag. Als letztes Highlight bekommt das Bild eine Vignette und mein Logo, et voilà… FERTIG! So ungefähr schaut dann meine Photoshop-Datei aus:
Beispiele
Hier noch ein paar vorher/ nachher Beispiele meiner Beauty Retusche für euch:  Bilder nach-/ bestellen
SPEEDTUTORIAL
Zum Abschluss noch ein kleines Speedtutorial für euch.
Wenn ihr noch Fragen haben sollten, dann schreibt mir gerne. Ich freue mich immer von euch zu lesen.